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Mitarbeiterempfehlungsprogramm: Definition, Aufbau, Vor- und Nachteile

Mitarbeiterempfehlungsprogramm: Definition, Aufbau, Vor- und Nachteile

Finden Sie heraus, wie Sie mit einem Mitarbeiterempfehlungsprogramm Ihre Reichweite ausbauen und passendere Kandidaten f├╝r Ihre Positionen finden.
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Lange Zeit waren sie untersch├Ątzt und f├╝hrten eher ein Schattendasein. Inzwischen gewinnen Mitarbeiterempfehlungsprogramme zunehmend an Beliebtheit. Viele Unternehmen haben entsprechende Tools fest in ihr Recruiting implementiert und feiern damit gro├če Erfolge.

Dass es im Recruiting nicht mehr reicht, Stellenanzeigen zu schalten und gelassen die H├Ąnde im Scho├č zu falten, d├╝rfte inzwischen auch beim letzten Recruiter angekommen sein. Die Zeiten dieses so genannten Post and Pray Recruitings sind vorbei. Denn der Arbeitsmarkt hat sich vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt gedreht. Will hei├čen: Im Gegensatz zu fr├╝heren Zeiten gibt es mehr Jobs als Arbeitnehmer.

Was ist ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm? Eine Definition

Insofern m├╝ssen Personalsuchende erfinderischer werden, wenn es um die Besetzung vakanter Stellen geht. Schon lange flattern die Bewerbungen nicht mehr mit der Post frei Haus ins Unternehmen. Ein lange untersch├Ątzter Recruiting-Kanal ist das Mitarbeiterempfehlungsprogramm. Es gewinnt zunehmend an Beliebtheit. Denn mit der Einf├╝hrung eines solchen Systems kann ein aktives Empfehlungsnetzwerk innerhalb der Mitarbeiterschaft entstehen, das dazu beitr├Ągt, offene Stellen schneller zu besetzen.

Aber der Reihe nach! Was ist ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm ├╝berhaupt? Dahinter steckt eine Software und oder Programm, ├╝ber die Mitarbeiter ihrem Arbeitgeber Verwandte, Freunde oder Bekannte aus ihrem privaten Umfeld als potenzielle Arbeitnehmer empfehlen k├Ânnen. Synonym wird auch h├Ąufig von einem Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter Programm gesprochen. Meist geht eine erfolgreiche Empfehlung f├╝r die Mitarbeiter mit einer Pr├Ąmie oder sonstigen Incentives einher. Es soll sich ja f├╝r alle lohnen.

Vorteile von Mitarbeiterempfehlungen

Eine Mitarbeiterempfehlung vereint f├╝r Unternehmen so manchen Vorteil auf sich:

  • Cultural Fit: Der Mitarbeiter kennt den neuen Arbeitnehmer und kann einsch├Ątzen, ob er in das Unternehmen passt oder nicht. Meist ist die Passgenauigkeit beim Mitarbeiterempfehlungen sehr hoch.
  • Schneller Onboarding-Prozess: Da der neue Mitarbeiter direkt einen ÔÇ×BuddyÔÇť an seiner Seite wei├č, der ihn sehr vertrauensvoll in die formellen und informellen Abl├Ąufe im Unternehmen einf├╝hren kann, verschlankt das h├Ąufig den Onboarding-Prozess.
  • Schnelle Einf├╝hrung ins Team: Oft f├╝hlt sich der Empfehlende verantwortlich f├╝r den Empfohlenen und unterst├╝tzt ihn nicht nur aktiv dabei, sich in die Arbeitsabl├Ąufe einzufinden, sondern auch die Kollegen kennenzulernen. So findet sich das neue Talent rascher im Team ein.
  • Kurze Time to Hire: Mitarbeiter liefern einem Unternehmen neue Angestellte sozusagen auf dem Silbertablett. Das verk├╝rzt die Time to Hire erheblich.
  • Kostenersparnis: Je erfolgreicher ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm aufgesetzt ist, umso mehr sparen sich Unternehmen Kosten f├╝r andere Recruitingprozesse wie der Schaltung von Stellenanzeigen auf Jobportalen wie StepStone oder Monster.
  • Bindung: Mitarbeiter, die ├╝ber pers├Ânliche Empfehlungen eingestellt wurden, sind meist loyaler.

Nachteile von Mitarbeiterempfehlungen

Allerdings hat jede Medaille bekanntlich zwei Seiten. Es gibt auch gewisse Nachteile, die mit Mitarbeiterempfehlungsprogrammen in Verbindung gebracht werden. Stichwort: Diversity. Tats├Ąchlich k├Ânnte die Vielfalt leiden, wenn Unternehmen ausschlie├člich Mitarbeiter aus dem Bekanntenkreis ihrer angestammten Belegschaft rekrutiert.

Der Grund: Meist empfehlen Arbeitnehmer Talente gleichen Alters, mit ├Ąhnlichem Werdegang und aus der gleichen sozialen Schicht. Das ist zwar positiv f├╝r das Arbeitsklima, weil sich Gleichgesinnte meist gut verstehen. Allerdings gehen dem Unternehmen wertvolle Impulse aus anderen Kulturen, anderen Alterskohorten oder anderen Gesellschaftsschichten verloren. Es ist belegt, dass ein bunter Mix aus Jung und Alt, M├Ąnnern und Frauen und verschiedener Ethnien die Innovationskraft eines Arbeitgebers st├Ąrkt.

Mitarbeiterempfehlungen: Bedeutung f├╝r das Recruiting steigt

Da die Vorteile von Mitarbeiterempfehlungsprogrammen aber ganz klar ├╝berwiegen, hat ihre Bedeutung in den letzten Jahren stark zugenommen. Laut der Studie Recruiting Trends der Universit├Ąt Bamberg haben sich Mitarbeiterempfehlungen inzwischen zum drittst├Ąrksten Recruiting-Kanal gemausert.

ÔÇ×Von den Top-1.000-Unternehmen haben etwa vier von zehn ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm implementiert. In der IT-Branche sind es sechs von zehn UnternehmenÔÇť, hei├čt es in der Erhebung. ÔÇ×Aus Kandidatensicht zeigt sich, dass 18,3 Prozent ihren aktuellen Job durch eine Mitarbeiterempfehlung erhalten haben.ÔÇť Ein durchaus respektabler Wert!

Studie: Mitarbeiterempfehlung aus Bewerbersicht

Auch softgarden hat eine Studie zu diesem Thema durchgef├╝hrt: ├ťber 2.000 Befragte, die sich zu dem Zeitpunkt im Bewerbungsprozess befanden geben Auskunft zum Thema Mitarbeiterempfehlung aus der Sicht von Kandidaten. Wer mehr dar├╝ber erfahren will, kann findet eine Zusammenfassung der Studienergebnisse auf dem softgarden Blog oder kann sich den gesamten Report direkt und kostenlos herunterladen.

Die Sache mit dem Datenschutz

Allerdings wittern Kritiker an dieser Stelle ein Problem in punkto Datenschutz. Mit jeder Mitarbeiterempfehlung geht schlie├člich die Verarbeitung personenbezogener Daten einher. Oft reichen Mitarbeiter einfach einen Lebenslauf einer oder eines Bekannten an die Personalabteilung weiter.

Damit werden Namen, Anschrift, pers├Ânliche Details aus dem Berufs- und Privatleben, Zeugnisse und vieles mehr verbreitet und elektronisch verarbeitet ÔÇô und das oft alles andere als datenschutzgerecht. Und genau hier zieht die europ├Ąische Gesetzgebung mit der DSGVO seit dem 25. Mai 2018 die Z├╝gel an.

Aufbewahren und L├Âschen personenbezogener Daten

Eine der folgenreichsten Regelungen der DSGVO besagt etwa, dass von jeder Person, deren Daten gespeichert und verarbeitet werden, vorab eine explizite Einwilligung eingeholt und dokumentiert werden muss. Auch m├╝ssen die Daten unverz├╝glich gel├Âscht werden, wenn der Prozess abgeschlossen ist.

Mit den Werkzeugen und Datenbanken des klassischen Empfehlungsmanagements ÔÇô meist sind das Excel-Sheets ÔÇô ist das jedoch kaum zu bewerkstelligen. Auch das L├Âschen ist ein Problem, weil die personenbezogenen Daten als digitale Kopie im Postfach des Arbeitgebers und des empfehlenden Mitarbeiters liegen. Diese k├Ânnen leicht ├╝bersehen werden.

Die L├Âsung: Mitarbeiterempfehlungen DSGVO-koform abbilden

Das Mitarbeiterempfehlungsprogramm via Softwarel├Âsung in die Recruiting-Prozesse zu implementieren ist hier die L├Âsung. Der softgarden Empfehlungsmanager bildet alle Empfehlungen von Mitarbeitern und daraus resultierende Bewerbungen automatisch in der dazugeh├Ârigen Bewerbermanagement-Software ab. Wer wissen will, wie das genau aussieht, kann sich einfach ├╝ber das untenstehende Formular zu einer Live-Demo anmelden.

Empfehlungsmanagement: Die richtige Software finden

Neben dem Sicherstellen von europ├Ąischen Standards im Datenschutz kann eine Softwarel├Âsung nicht nur alle Schritte f├╝r erfolgreiches Empfehlungsmanagement abbilden, sondern mit hinterlegten Algorithmen auch f├╝r mehr Empfehlungen sorgen.

Gutes Empfehlungsmanagement funktioniert in zwei Richtungen:

  1. Mitarbeiter k├Ânnen Verwandte, Freunde oder Bekannte aus dem privaten oder Business-Umfeld gegen├╝ber dem Arbeitgeber als potentielle Mitarbeiter empfehlen.
  2. Mitarbeiter teilen offene Jobs ├╝ber den Empfehlungsmanager mit wenigen Klicks in ihrem direkten und privaten Netzwerk, ob im Social Media oder Business Networks.

Mit der richtigen Software ist all das kein Problem. In dem Empfehlungsmanager von softgarden sind zum Beispiel alle Daten an einer zentralen Stelle hinterlegt und k├Ânnen von Mitarbeitern und Recruitern bequem erreicht werden. E-Mail Erinnerungen und Notifications informieren ├╝ber ausgeschriebene Vakanzen und k├Ânnen mit einem Klick geteilt werden.

Reichweiten-Boost: Teilen offener Vakanzen ├╝ber die sozialen Medien

Was allein das Teilen offener Vakanzen ├╝ber die sozialen Medien angeht, sollte der Effekt, der damit einhergeht, nicht untersch├Ątzt werden. Ausgeschriebene Stellenanzeigen erhalten auf diese Weise einen regelrechten Reichweiten-Boost.

Immerhin haben 90 Prozent aller deutschen Internetnutzer einen oder mehrere Social-Media-Accounts. Der durchschnittliche Nutzer sozialer Netzwerke hat 341 Kontakte in 2,4 Netzwerken. Bei einer Unternehmensgr├Â├če von 500 Mitarbeitern liegt das gewonnene Reichweitenpotenzial bei ├╝ber 100.000 potenziellen Kandidaten.

Und noch ein Aspekt sollte nicht unerw├Ąhnt bleiben: Gleichzeitig wirken sich Mitarbeiterempfehlungsprogramme positiv auf die interne Employer Brand aus. Mitarbeiter haben das Gef├╝hl, in den Aufbau der eigenen Organisation integriert zu werden. Damit sprechen ihnen Arbeitgeber implizit gro├če Wertsch├Ątzung und ihr Vertrauen aus. Das sorgt f├╝r eine st├Ąrkere Bindung.

Fazit

Letztlich sind Mitarbeiterempfehlungen f├╝r alle Beteiligten eine Win-Win-Situation. Unternehmen und Talente kommen schneller und passgenauer zusammen und beim empfehlenden Mitarbeiter steigt die Bindung. Besser gehtÔÇÖs nicht.