Social Recruiting

Aktualisiert am: 5. April 2024

Social Recruiting beschreibt die Recruiting-Praxis, die sich sozialen Medien bedient, wie Instagram und TikTok, aber auch Business-Plattformen wie LinkedIn und Xing.

Die Suche nach den passenden Mitarbeitern gestaltet sich für viele Unternehmen zunehmend komplex und zeitintensiv. Besonders die jungen, gefragten Talente der Generation Z lassen sich kaum mehr über Print-Anzeigen rekrutieren – sie lesen schlichtweg keine Zeitungen und Zeitschriften mehr.

Soziale Netzwerke wie Instagram, TikTok, Snapchat und Co. sowie Business-Plattformen wie LinkedIn und Xing dagegen sind allgegenwärtig. Kaum ein Digital Native, der nicht mindestens einen Account auf einer dieser Plattformen unterhält. Der Schluss einiger Vorreiter in Sachen Recruiting liegt nahe: Warum nicht die sozialen Netzwerke als Rekrutierungskanal nutzen? Eine neue Form der Personalbeschaffung war geboren: Social Recruiting.

Social Recruiting – neue Möglichkeiten der Personalbeschaffung

Auch die meisten Unternehmen sind bereits auf sozialen Netzwerken aktiv, allerdings hauptsächlich zu Marketingzwecken. Erst seit kurzem entdecken Recruiter die Möglichkeiten, die die sozialen Netzwerke Ihnen zur Personalbeschaffung eröffnen. So können Unternehmen ihre Social Media Profile auch zur Veröffentlichung ihrer Stellenanzeigen nutzen. Business-Netzwerke wie LinkedIn bieten zum Beispiel eigene stark frequentierte Stellenmärkte, für Instagram gibt es zahlreiche Apps, um einen eigenen Stellenmarkt zu kreieren.

Laut der softgarden Studie Candidate Experience 2023 1. Teil, sind 72, % der Bewerbenden offen für Stellenanzeigen, die Ihnen auf Social Media angezeigt werden. Dabei bevorzugen sie mehrheitlich Businessnetzwerke wie LinkedIn oder Xing für diese Art der Ansprache. Lesen Sie mehr dazu in unserer Studie Candidate Experience 2023 1. Teil: Jobsuche, Bewerbungsprozess, Eigenmedien .

Kostenfrei und schnell erstellt ist der klassische Job-Post: Ein kurzer Hinweis auf die freie Stelle mit Link zu mehr Informationen. Diese Posts haben zudem den Vorteil, dass sie von anderen Nutzern in den eigenen Netzwerken weiterverbreitet werden können – die Reichweite der Stellenanzeige potenziert sich damit um ein Vielfaches.

Social Recruiting und Employer Branding

Eine andere Möglichkeit von Social Media ist die Präsentation als attraktiver Arbeitgeber, das sogenannte Employer Branding. Soziale Netzwerke mit ihrem privaten Charakter ermöglichen es Unternehmen, zielgruppengerecht auf Augenhöhe zu kommunizieren und Einblicke in den Arbeitsalltag zu geben.

Gerade bei der Generation Z ist ein gutes Employer Branding wichtig, denn der Nachwuchs legt weniger Wert auf große Namen und Top-Gehälter als auf ein gutes Betriebsklima und flache Hierarchien.

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Social Recruiting und Active Sourcing

Der vielleicht wichtigste Aspekt des Social Recruitings ist jedoch die Möglichkeit, selbstständig auf die Suche nach Talenten zu gehen und potentielle Kandidaten direkt anzusprechen (dieser Ansatz wird auch Active Sourcing genannt).

Aus den Profilangaben, Interessen und dem Kommunikationsstil der User können Recruiter abwägen, ob die anvisierte Person in das eigene Unternehmen passen könnte.

Um nicht die Nadel im Heuhaufen zu suchen, bieten die meisten sozialen Netzwerke Suchfunktionen, mit deren Hilfe man leicht nach bestimmten Kriterien wie Ortsangaben und Schlagwörtern wie „WordPress Programmierer“ filtern kann.

Ansprache im Social Recruiting

Aber egal ob aktiv oder passiv: Wichtig ist eine inhaltlich überzeugende und den sozialen Netzwerken entsprechende Ansprache. Social Recruiter brauchen Fingerspitzengefühl für ihre Zielgruppe: Auf sozialen Netzwerken wie Instagram darf der Ton etwas „jugendlicher“ und „lockerer“ sein; in der Regel duzt man sich. Nutzer der Business-Plattformen wie LinkedIn und XING dagegen präferieren eher das „Sie“.

Die Angst dabei als spammend oder aufdringlich wahrgenommen zu werden, ist laut der Studie „Bewerbungspraxis 2013“ von monster.de unbegründet. So gaben dort rund 57% der 6.000 Befragten an, es zu begrüßen, wenn Unternehmen Social Media-Plattformen bei der Personalbeschaffung nutzen. Eine weitere Studie ergab, dass sich vor allem Studenten über eine Kontaktaufnahme via Social Networks seitens der Unternehmen freuen – sowohl privat als auch geschäftlich. Hingegen bevorzugen Fach- und Führungskräfte eher eine Kontaktaufnahme über geschäftliche Netzwerke (XING, LinkedIN), da sie auf Plattformen wie Instagram ausschließlich privat mit Freunden kommunizieren wollen.

Zielgruppen im Social Recruiting

Ein weiterer wichtiger Schritt für Social Recruiter ist die richtige Auswahl der Netzwerke, abgestimmt auf den Bedarf des Unternehmens. Die aktuellen Nutzerzahlen von Instagram und Co. versprechen einerseits einen enorm großen Talent-Pool und andererseits eine hohe Reichweite der Job-Angebote. So verzeichnet Instagram beispielsweise weltweit ca. 2 Mrd. Nutzer, die meisten in der begehrten Altersgruppe zwischen 18-34. Instagram ist daher für Unternehmen auf der Suche nach Berufseinsteigern und jungen Talenten ideal.

Das Business-Netzwerk LinkedIn hingegen hat weltweit über 850 Mio. Nutzer, 22 Mio. davon in Deutschland. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt bei 25–34 Jahren. Auf LinkedIn vernetzen sich Berufstätige aller Branchen, die auf der Suche nach Jobs, Mitarbeitern, Kooperationspartnern und Geschäftsideen sind.

Social Recruiting mit softgarden

Mit softgarden stehen Unternehmen zahlreiche Social Recruiting-Funktionen zur Verfügung: So können Recruiter nicht nur per Multiposting, ihre Stellenanzeigen gleichzeitig auf ihrer Karriereseite, den wichtigsten Stellenbörsen und ihren Social-Media-Profilen schalten, sie können auch ihren eigenen Stellenmarkt kreieren.

Mit Integrationen wie dem Mobile und Social Recruiting-Tool hokify steht Recruitern außerdem eine mobile Job-Plattform zur Verfügung, mit der sie ihre Zielgruppe genau definieren und mittels Social Media Performance Marketing Kampagnen auf Kanälen wie Instagram, TikTok & Co. erreichen.

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