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Trends im Recruiting: Was ab 2021 wirklich wichtig wird

Trends im Recruiting: Was ab 2021 wirklich wichtig wird

Seit einem Jahr ist in der Arbeitswelt nichts mehr, wie es einmal war. Auch im Human Resources Management hat sich vieles gedreht. Damit sind völlig neue Recruiting Trends entstanden, die vor einem Jahr noch nicht allzu hoch auf der Agenda von Personalsuchenden standen. Viele davon drehen sich um die Digitalisierung des Recruitings. Wir stellen Ihnen die wichtigsten HR Trends vor.
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Trend im Recruiting Nummer eins: Die Zeichen stehen auf Neuanfang

Hinter Recruitern liegen ohne jede Übertreibung die wohl turbulentesten Monate ihrer Karriere. Aus der Not entwickelten sich kreative Lösungen, die die neuen Trends im Recruiting geprägt haben. Nachdem die Coronapandemie vor einem Jahr in vielen Bereichen zu einem vorübergehenden Hiring-Freeze geführt hat, geht es jetzt wieder aufwärts. Das ist unser Recruiting Trend Nummer eins.

Viele Personaler schätzen die Aussichten für das Recruiting im Jahr 2021 sehr positiv ein. Acht von zehn der für den HR Report 2021 des Karriereportals Monster befragten Arbeitgeber planen für 2021 neue Einstellungen. Wenn das mal keine guten Aussichten sind.

HR Trend Nummer zwei: Digitalisierung des Recruitings

Übrigens wäre es bei dem großflächigen Hiring-Freeze vor einem Jahr nicht überall nötig gewesen, die komplette Recruting-Maschinerie auf null herunterzufahren. Es haperte in vielen Unternehmen schlichtweg an den richtigen Tools, um weiterrekrutieren zu können. Fast jedes fünfte Unternehmen hätte gerne weiterhin neue Mitarbeiter angeheuert, schaffte es aber nicht schnell genug, auf virtuelle Verfahren umzustellen. Das geht aus einer gemeinsamen Umfrage des Personalmagazins und softgarden unter 1.788 Bewerbern und 130 Recruitingverantwortlichen hervor.

Das führt uns direkt zu Trend Nummer zwei im Recruiting: Was Recrutingabteilungen akut brauchen, ist eine passgenaue digitale Grundlage für ihr Recruiting. Entscheidend sind zum Beispiel Kollaborations- und Abstimmungsfunktionen, über die sich Personalsuchende orts- und zeitunabhängig austauschen und auf Basis automatischer Verfahren zur Vorselektion schnelle Entscheidungen treffen können.

Wichtig ist nicht zuletzt auch eine top gestaltete Karriereseite, die gut auf Google rankt und über die sich Kandidaten perfekt über einen Arbeitgeber informieren können. Immerhin fallen Karrieremessen und andere Events langfristig aus und Kandidaten suchen stärker denn je online nach neuen Jobs. Das hat die Bedeutung einer guten Karrierewebseite noch einmal immens steigen lassen.

Lesen Sie hier die gesamte Studie über Recruiting in Zeiten von Corona – die doppelperspektivische Umfrage von softgarden und dem Personalmagazin.

Human Resources Trend Nummer drei: Recruiting per Videointerview

Einer der Bereiche, in denen Recruiter die Digitalisierung ihrer Personalbeschaffungsprozesse bislang am schnellsten vorangetrieben haben: Das Videorecruiting. Im Zuge der Krise hat die Zahl der Video-Interviews stark zugenommen. Direkt nach Ausbruch der Pandemie gaben 60 Prozent der Personaler an, Jobinterviews weitgehend per Live-Video zu führen. Soweit das Ergebnis einer Studie der Online-Jobplattform StepStone und des Bundesverbands der Personalmanager (BPM), für die insgesamt 2.600 Recruiter befragt wurden. Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) war sich laut dieser auch sicher, dass der Einsatz digitaler Instrumente in der Personalgewinnung und -auswahl künftig stark zunehmen würde.

Sie behielten Recht. Das Videointerview ist aus dem Recruting-Alltag nicht mehr wegzudenken und avanciert damit zu unserem HR Trend Nummer drei. Allerdings ist auch hier der Handlungsbedarf groß. Manche Recruiting-Abteilung nutzt für ihre Remote-Interviews nämlich nach wie vor Videoconferencing-Tools, die nicht explizit für die Personalbeschaffung entwickelt wurden. Das ist nicht empfehlenswert! Zum Beispiel, weil diese Tools Jobinterviews oft nicht datenschutzkonform aufzeichnen und nach Ablauf des Bewerbungsprozesses nicht automatisch wieder gelöscht werden. Das kann in puncto DSGVO kritisch werden.  

Auch zeitversetzte Interviews sind mit den klassischen Tools meist nicht realisierbar. Hier erhält der Kandidat im Vorfeld Fragen des Recruiters und zeichnet seine Antwort als Video auf. So kann das Talent selbst entscheiden, wann und wie es antworten möchte. Für HRler haben zeitversetzte Interviews durchaus Vorteile: Falls sich viele vielversprechende Kandidaten auf die gleiche Stelle beworben haben, können ihnen dieselben Fragen gestellt werden. Das ermöglicht eine hohe Vergleichbarkeit der Bewerber und diese können in kürzerer Zeit „gescreent“ werden – wortwörtlich.

Um diesem Bedarf gerecht zu werden, hat softgarden schon frühzeitig eine Videointerview-Funktion in sein Bewerbermanagement-System integriert. So können Sie Kandidaten direkt aus der Software zum Videointerview einladen. softgarden unterstützt gängige Videoplattformen wie Zoom, Microsoft Teams und GoToMeeting.

Recruiting Trend Nummer vier: Eine optimale Candidate Experience

Kommen wir nun zu Recruiting Trend Nummer vier. Aus unseren Umfragen und Studien wissen wir: Die Bedeutung einer guten Candidate Experience steigt. Vor allem die Generationen Y und Z erwarten einfache, unkomplizierte und effiziente Prozesse und nehmen es immer seltener hin, wenn Arbeitgeber dieser Erwartung nicht nachkommen. Immerhin lassen sich heute selbst komplexe Prozesse wie ein Hauskauf oder Autoverkauf im Handumdrehen per App erledigen, aber das Recruiting hält an starren Prozessen fest. Das ist nicht vermittelbar.

Die Ergebnisse aus unserer Candidate Experience Studie sind eindeutig: 59 Prozent der Kandidaten wünschen sich einen Bewerbungsprozess, der binnen 10 Minuten oder schneller abgeschlossen ist. Und 75 Prozent der Kandidaten finden, dass zwischen der Absendung der Bewerbung und der Einladung zum Jobinterview höchstens ein bis zwei Wochen liegen sollten. Mit dem richtigen Tool für das Bewerbermanagement ist das leicht realisierbar.

Arbeitgeber sollten außerdem anfangen zu verstehen, dass ein guter Recruitingprozess darauf ausgelegt sein muss, Bewerber früh genug mit allen notwendigen Informationen zu versorgen. So kann und soll die Stellenanzeige zum Beispiel Gehaltsinformationen enthalten. Ignorieren Arbeitgeber die Bedürfnisse der Bewerber, rächt sich das. Immerhin haben 64,4 Prozent der Kandidaten wegen schlechter oder intransparenter Prozesse im Recruiting schon einmal die Reißleine gezogen.

Fazit: Die Digitalisierungsaufholjagd in HR beginnt

Unser Fazit: Die HR Trends im Recruiting beziehen sich alle auf eine stärkere Digitalisierung im Recruiting – und zwar in allen Bereichen des Bewerbermanagements. Von der ersten Recherche über die Kontaktaufnahme bis zum Vertragsabschluss. Alles sollte einfacher, schneller und weniger komplex gehen. Nur so lassen sich Kandidaten begeistern und Recruiting-Erfolge feiern. Je schneller Unternehmen handeln und ihre Prozesse digitalisieren, umso besser. Bedenken Sie:  Talente haben heute die Wahl zwischen verschiedenen Jobangeboten. Entsprechend können sich Unternehmen nicht mehr leisten, Bedürfnisse der Kandidaten zu ignorieren. Diese handeln dann eben nach der Devise: Andere Arbeitgeber haben auch schöne Jobs und sind weg. Chance vertan.

Was denken Sie über die Trends im Recruiting, die wir identifiziert haben? Stimmen Sie uns zu? Wie hat das zurückliegende Jahr Ihr Recruiting geprägt? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!


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