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Wie Sie ein stimmiges Ausbildungskonzept erstellen

Wie Sie ein stimmiges Ausbildungskonzept erstellen

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Im Herbst beginnt das neue Ausbildungsjahr und viele Unternehmen haben bereits jetzt den Startschuss f├╝r Bewerbungen gegeben. Bis es richtig losgeht, sollten Sie jedoch die Zeit nutzen, noch einmal einen Blick auf Ihr Ausbildungskonzept zu werfen. Sind die Ziele klar? Sind Inhalte und Ablauf strukturiert? Und sind Verantwortlichkeiten gekl├Ąrt?

Die Ausbildung von Nachwuchs ist ein anspruchsvoller Prozess, der nicht nur ├╝ber einen guten Abschluss Ihrer Auszubildenden entscheidet sondern auch ├╝ber ihren sp├Ąteren Erfolg im Berufsleben. Um im Beruf erfolgreich zu sein, muss der Weg dorthin stimmen. Genau deshalb ist ein stimmiges Ausbildungskonzept so entscheidend.

Den Kern eines Ausbildungskonzepts bildet der betriebliche Ausbildungsplan, der gem├Ą├č Berufsausbildungsgesetz auch zwingender Bestandteil des Ausbildungsvertrags ist. Dieser Plan umfasst sowohl eine sachliche als auch zeitliche Gliederung des Ausbildungsrahmens und ist quasi das betriebliche Gegenst├╝ck zum Lehrplan in der Berufsschule.

Inhaltliche Planung ist genauso wichtig wie …

Die sachliche Gliederung muss hierbei alle angestrebten Fertigkeiten und Kenntnisse enthalten. Jene k├Ânnen in stimmigen Ausbildungseinheiten zusammengefasst werden, sodass sie bestimmten Funktionsbereichen (etwa Verkauf, Rechnungswesen,..) oder bestimmten Abteilungen der Ausbildungsst├Ątte (etwa Buchhaltung, Verwaltung,..) zugeordnet werden k├Ânnen. Je nach Komplexit├Ąt kann auch die Bildung von Unterabschnitten der Ausbildungseinheiten sinnvoll sein.

F├╝r die Stimmigkeit des Ausbildungsplans ist hier eine enge Absprache mit Lehr- und Lernma├čnahmen au├čerhalb des Unternehmens, etwa in der Berufsschule, notwendig. Die einzelnen Ausbildungseinheiten sollten also so angeordnet sein, dass betriebliche und au├čerbetriebliche Ma├čnahmen sinnvoll ineinander greifen und bestenfalls aufeinander aufbauen. Das gilt besonders mit Blick auf Zwischen- und Abschlusspr├╝fungen!

… die zeitliche Planung!

Was die zeitliche Gliederung betrifft ist zun├Ąchst einmal zu pr├╝fen, ob die gesetzliche Ausbildungsordnung eine zeitliche Folge zwingend vorschreibt. Falls ja, muss sichergestellt werden, dass diese unbedingt eingehalten wird (etwa in den ersten Monaten, im ersten Halbjahr, im ersten Ausbildungsjahr, …).

Entsprechend den Ausbildungsinhalten sollte auch die zeitliche Gliederung generell sinnvolle, ├╝berschaubare Abschnitte – sprich von maximal sechs Monaten – vorsehen. Wenn n├Âtig, sind auch hier Unterabschnitte – etwa nach Monaten und Wochen – anzugeben. F├╝r die Art der Gliederung spielen zum einen sachliche und p├Ądagogische Gesichtspunkte eine Rolle, aber auch die Reihenfolge der Pr├╝fungen.

Der Zeitplan ist nat├╝rlich nicht in Stein gemei├čelt, sondern kann je nach F├Ąhigkeiten der Auszubildenden variiert werden. Ist ein Auszubildender in einem Ausbildungsabschnitt ├╝berm├Ą├čig gut, kann dieser zeitlich gek├╝rzt werden, bei besonderen Schw├Ąchen kann ein Abschnitt auch etwas verl├Ąngert werden. Wichtig ist, dass sich die vertragliche Ausbildungszeit dadurch nicht erheblich ver├Ąndert.

Ausbildungskonzept als Gesamtaufgabe des Unternehmens

Dar├╝ber hinaus spielt nat├╝rlich auch die Gestaltung der Wissensvermittlung eine wichtige Rolle. So sollten Sie sich etwa ├╝berlegen, mit welchen Lehr- und Lernmethoden Sie Ihren Auszubildenden die F├Ąhigkeiten und Kenntnisse vermitteln, die nach der Ausbildungsordnung notwendig und f├╝r Ihr Unternehmen besonders wichtig sind. Hierbei spielt auch die Frage eine Rolle, welche Stellen im Unternehmen sich f├╝r die Ausbildung in den einzelnen Abschnitten besonders eignen.

Hierbei ist eine enge Absprache mit den entsprechenden Unternehmensbereichen notwendig. Um Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu kl├Ąren, sollten von Beginn an alle involvierten Personen und Abteilungen in die Planungsarbeit einbezogen werden. So vermeiden Sie sp├Ątere Konflikte oder Probleme, welche die sachliche oder zeitliche Gliederung durcheinander werfen k├Ânnten. Je nach Unternehmensgr├Â├če kann die Verantwortung auf mehrere Ausbildungsbeauftragte ├╝bertragen werden.

Denken Sie auch bereits an die Zeit nach der Ausbildung ÔÇô schlie├člich wollen Sie Ihren Nachwuchs nach erfolgreichem Abschluss sicher gerne im Unternehmen behalten. Tragen Sie also daf├╝r Sorge, dass die ├ťbernahme in ein Arbeitsverh├Ąltnis rechtzeitig – sprich mindestens drei Monate vor Ablauf des Ausbildungsvertrags – mit der Personalplanung, den betroffenen Abteilungen und den Auszubildenden abgestimmt werden.

Mit Weitblick die Mitarbeiter von Morgen vorbereiten

Betriebliche Ausbildung sollte neben den fachlichen, p├Ądagogischen und unternehmensinternen Aspekten jedoch auch stets die aktuellen und k├╝nftigen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Branche im Blick haben. Berufliche Rahmenbedingungen unterliegen einem stetigen Wandel. So haben sich etwa die Anforderungen an Sozial- und Methodenkompetenz in den letzten Jahren stark ver├Ąndert. In vielen Berufen sind etwa selbstbewusstes Auftreten und der sichere Umgang mit Pr├Ąsentationstechniken zur Selbstverst├Ąndlichkeit geworden. Teilweise werden auch gute Fremdsprachenkenntnisse sowie entsprechende Auslandsaufenthalte vorausgesetzt.

Gute Ausbildungskonzepte sollten daher stets auch einen Blick nach vorne werfen und schon heute schauen, was die k├╝nftige Arbeitswelt an Anforderungen mit sich bringt. Nur so geben Sie Ihren Auszubildenden und potentiellen neuen Mitarbeitern das bestm├Âgliche R├╝stzeug f├╝r ihre berufliche Zukunft in Ihrem Unternehmen auf den Weg.

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